


Hier kann ich nur
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Wer Gott aufgibt
knipst die Sonne
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Texte
© C.Rosenkind
Musik/Gesang
© Frank Rauhöft
Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Gefundene Edelsteine
Kommunikation

blind wäre,
könnte er hören
was sie zu ihm
stumm,
was er zu ihr
sagt
taub sind,
verstehen sie sich
Monika Köhler
Feder und Stift 09.07.2007, 17.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Weihnachtswünsche
bring uns keine Gaben,
die es auch im Kaufhaus gibt,
weil wir die schon haben.
Schenk uns mehr Gelassenheit,
bring uns Ruhe, Einkehr, Rast
und ein kleines bißchen Zeit
statt der Eile und der Hast.
Bring uns keine Pfefferkuchen,
die bei uns verderben,
während andre Nahrung suchen,
Hunger leiden, sogar sterben.
Schenk uns eine harte Nuß,
die wir knacken müssen -
weich nur macht der Überfluß,
wenn wir nichts vermissen.
Bring uns Mut und Tapferkeit,
Wahres laut zu sagen:
und des andern Not und Leid
wie unser Eigen mitzutragen.
Bring uns einen Tannenbaum
aus grünem frischen Wald.
O, welch schöner
Weihnachtstraum,
Chriskind komm doch bald.
© Elli Michler
Feder und Stift 10.12.2006, 15.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Reine Handarbeit
Wir stricken unser Leben.
Manche wählen ein kompliziertes Muster,
andere ein schlichtes.
Es ist ein buntes Maschenwerk
oder ein Stück in tristen Farben.
Nicht immer können wir
die Farbe selber wählen,
und auch die Qualität der Wolle wechselt,
mal weiß und wolkenflauschig,
mal kratzig und hart.
Die einen stricken liebevoll und sorgsam,
andere mühevoll und ungern.
Und so manches mal schmeißt einer das
Strickzeug in die Ecke.
Und öfters lässt du eine Masche fallen,
oder sie fällt ohne dein Zutun.
Du hast die Nadeln in der Hand !
Du kannst das Muster wechseln,
die Technik oder das Werkzeug.
Nur aufribbeln kannst du nicht ein klitzekleines Stück.
© Kristiane Allert-Wybranietz
Feder und Stift 24.10.2006, 12.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Wiedergefunden
der für mich ein großes Vorbild ist.
Sein Name - Gerhard Rombach steht für
wundervolle Lyrik - eine Lyrik, die mich jedenfalls
bereits in einem Forum , in welchem wir uns einst begegnet
sind, schon damals tief beeindruckt hat.
Eines seiner Werke , möchte ich heute vorstellen und
darauf hinweisen, dass es mit seinem Webblog verlinkt ist.
Auch werdet Ihr ihn in meiner Textlinkliste finden!
Gefühle im Netz
Meine Gefühle waren
früher gut verpackt
Zwei Kisten
mit Gedichten
dreimal verriegelt
und gesichert
Jetzt irren sie
umher im Netz
werden betastet
und gewogen
ich komme mir
nackt vor, schutzlos
Urheberrecht Gerhard Rombach
Feder und Stift 25.09.2006, 13.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Lebensrezept
Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, sodass der Vorrat für ein Jahr reicht.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor. Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.
Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und mit einer guten, erquickenden Tasse Tee.
Gott, der mir von Jugend an so viele Gnaden erwiesen hat, der wird schon ein Plätzchen finden, wo ich meine alten Tage ruhig und zufrieden beschließen kann.
Ich freue mich des Lebens,
ich suche keine Dornen,
hasche die kleinen Freuden.
Sind die Türen niedrig, so bücke ich mich;
kann ich den Stein aus dem Weg tun, so tue ich es;
ist er zu schwer, so finde ich alle Tage etwas, das mich freut.
Und der Schluss-Stein, der Glaube an Gott,
der macht mein Herz froh und mein Angesicht fröhlich.
Catharina Elisabeth Goethe (1731 - 1808)
Feder und Stift 21.09.2006, 14.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Gewußt habe ich es ja
Und es gibt sie doch!
Von wem redet sie, fragst du dich vielleicht. Ich rede von Vampiren, aber nicht solche die dein Blut aussaugen, nein damit geben sie sich nicht zufrieden, sie wollen viel mehr, sie wollen bis in dein Innerstes eindringen um sich an deiner Lebensenergie und deiner Seele zu laben.
Nein, denkst du jetzt, sowas gibt es nicht!? Doch, solche Menschen gibt es überall um uns herum. Der vermeintlich aufmerksame Nachbar, die nette Kollegin, vielleicht sogar der Mensch in den du dich gerade verliebt hast. Das könnte dir nicht passieren, das läßt du nicht zu? Wenn du es bemerken würdest dann vielleicht, aber bis du es bemerkst ist es meist schon geschehen. Nur zu gerne lassen wir uns einfangen, denn Vampire erscheinen als charmante und liebevolle Menschen, sie reden von so Dingen wie Respekt, Vertrauen und Liebe, sie geben dir das Gefühl wertvoll und wichtig zu sein. Das du in gewisser Weise für sie ja auch bist, da sie etwas von dir brauchen. Wenn du dann deine Zurückhaltung und Vorsicht aufgegeben hast, beginnt das Aussaugen auch schon bald.
Dabei gibt es zwei unterschiedliche Typen, einmal diejenigen, die dich sofort leersaugen und danach fallenlassen um sich eine neue Energiequelle zu suchen. Und dann gibt es die, die dich eher melken. Sie nehmen dir immer nur soviel, dass genügend in dir verbleibt, damit du neue Energie aufbauen kannst, und nur ganz allmählich merkst du, dass da was im Gange ist, dass nicht ok ist. Sie bauen dich sogar auch wieder auf, geben dir Streicheleinheiten für deine verletzt Seele umgarnen dich mit liebevollen Worten und Gesten, um alsbald schon wieder über dich herzufallen. Diese seltsame Beziehung kann sehr lange andauern, bis man es durchschauen kann, was das wirklich passiert und dann ist es vielleicht schon zu spät .......
Paß gut auf dich auf! Denn sie sind überall ....
Urheberrecht by Cora
Diese erschreckende und doch wundervoll geschriebene Weisheit habe ich
bei Cora gefunden und darf sie hier mit ihrer Erlaubnis verwenden.
Feder und Stift 24.02.2006, 18.43 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Die Gerüchteküche
Ein reicher Händler hatte im Ort viele Neider. Über den Erfolg seiner Geschäfte und über seinen Reichtum wurde in der Öffentlichkeit viel geredet. Und kein Gerücht machte schneller die Runde, als wenn es den Erfolg oder Misserfolg seiner Geschäfte zum Inhalt hatte.
Der Händler fuhr mit seinen Waren zu den großen Märkten der Nachbarorte und bot sie dort an. Seit einiger Zeit hatte er die Gewohnheit, angenommen, am Ende eines erfolgreichen Tages mit düsterer Miene heimzukehren und abends in seinem Haus kein Licht zu machen. Hatte er an einem Tage keinen sonderlichen guten Umsatz erzielen können, kam er lachend und fröhlich nach Hause und ließ die Lampen in allen Räumen brennen.
Sein bester Freund, der mit den Vorgängen im Geschäft gut vertraut war, fragte ihn nach einiger Zeit: "Erkläre mir, warum du an schlechten Tagen fröhlich bist und dein Haus hell erleuchtest und an guten Tagen dich genau gegensätzlich verhallst? Erst habe ich gedacht, das sei nur eine spontane Idee von dir. Aber jetzt treibst du es schon seid Wochen so."
Grinsend sagte der Händler: "Dir will ich gerne mein Geheimnis verraten. Du weißt doch, wie neidisch und schadenfroh all die Klatschmäuler hier im Ort sind. Und ich wollte mich nicht länger doppelt ärgern, nämlich darüber, aß das Geschäft an manchen Tagen schlecht gelaufen ist, und noch zusätzlich über die Spötter, die sich über meinen schlechten Tag auch noch das Maul zerreißen. Vor Wochen fasste ich den Entschluss, der mir meinen Seelenfrieden wiedergegeben hat.
Wenn ich nach einem guten Geschäft nach Hause komme, dann mache ich kein Licht an, denn ich bin froh und glücklich. Also sollen auch meine Feinde und Neider glücklich sein, indem ich sie denken lasse, aß ich einen schlechten Geschäftstag hatte.
Wenn ich aber an einem Tag wenig Erfolg hatte, und ich schlechte Laune habe, dann lasse ich mein Haus hell und freundlich erscheinen. Das hebt meine Stimmung, vor allem, weil sie draußen jetzt denken, dass ich viel verdient habe und sich nun darüber ärgern."
Eine alte arabische Legende
Feder und Stift 10.02.2006, 19.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Wahre Worte
"ist ein kleines dreieckiges Ding in meinem Herzen
Es steht still, wenn ich gut bin.
Tue ich aber böses, dreht es sich,
und die Kanten tun dann sehr weh.
Am schlimmsten ist, wenn ich weiterhin böse bin,
denn dann stumpfen die Kanten ab,
und ich spüre die Schmerzen nicht mehr."
Feder und Stift 23.01.2006, 18.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die Einladung
Die Einladung
Es interessiert mich nicht, wie Du Dein Geld verdienst. Ich will wissen wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst,davon zu träumen, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich will wissen, ob Du es riskierst, Dich für die Liebe lächerlich zu machen,für Deine Träume, für das Abenteuer lebendig zu sein.Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.Ich will wissen, ob Du den Kern Deines eigenen Leidens berührt hast,ob Du durch die Enttäuschung des Lebens geöffnet worden bist,oder zusammengezogen und verschlossen aus Angst vor weiterem Schmerz.
Ich will wissen, ob Du im Schmerz stehen kannst, meinem oder Deinem eigenen, ohne etwas zu tun um ihn zu verstecken, ihn zu verkleinern oder in Ordnung zu bringen.
Ich will wissen, ob Du mit Freude sein kannst, meiner oder Deiner eigenen; ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von Ekstase füllen lassen kannst bis in die Spitzen Deiner Finger und Zehen, ohne uns zu ermahnen, vorsichtig zu sein, realistisch zu sein oder an die Beschränkungen des Menschseins zu erinnern.Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du mir erzählst wahr ist. Ich will wissen, ob Du einen Anderen enttäuschen kannst, um Dir selbst treu zu bleiben; ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob Du treu sein kannst und darum vertrauenswürdig. Ich will wissen, ob Du die Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist; und ob Du Dein Leben aus SEINER Gegenwart entspringen lassen kannst.
Ich will wissen, ob Du mit Versagen leben kannst, Deinem oder meinem, und trotzdem am Ende eines Sees stehen kannst um zum silbernen Vollmond zu rufen:
»Ja«.
Es interessiert mich nicht, zu wissen wo Du lebst und wieviel Geld Du hast.
Ich will wissen, ob Du nach der Nacht der Trauer und Verzweiflung aufstehen kannst,
müde und zerschlagen, um Dich um die Kinder zu kümmern.
Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie es kommt, dass Du hier bist.
Ich will wissen, ob Du in der Mitte des Feuers mit mir stehst, ohne zurückzuweichen.
Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du studiert hast.
Ich will wissen, was Dich von innen trägt, wenn alles andere wegfällt.
Oriah Mountain Dreamer, indianischer Ältester
Feder und Stift 20.01.2006, 18.57 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL








