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Trübe Tage

Die Fröhlichkeit sie ging in Trümmer
erloschen lag der Mut im Staub,
sogar des Regenbogens Schimmer
fiel dunkler Wolkenwand zum Raub .

Wenn das Herz erst ist gebrochen
ein stummer Schrei im Wind verhallt,
Lippen die voll Zuversicht gesprochen
nun sind sie blutleer, stumm und kalt .

Alles was Licht erscheint nun dunkel
Erinnerung bringt Angst und Schmerz,
vergeblich such ich Sternengefunkel
lauschend ob es noch schlägt mein Herz .

Zu oft lauf ich durch solche Zeiten
kämpf mich hinauf zum Sonnenlicht
wissend dass Schatten mich begleiten
auch wenn ich ruf – ihr kriegt mich nicht !

Die Fröhlichkeit werd ich besser bewachen
behüten was wichtig und teuer mir ist,
versuch die Vergangenheit auszulachen
der Traurigkeit zeige ich ein grinsend Gesicht .

Urheberrecht Celine Rosenkind

Logoklein0202

Lebenszeit

Wie ich sie hasse, diese weißen sterilen Räume,
in diesen kasernenartigen Bauten, die man Hospiz nennt.

Nun liegst du hier, hilflos mit großen flehenden Augen
in welchen ich lesen kann wie in einem Buch was so vertraut.
Warum hast du nicht auf mich gehört, würde ich dich jetzt so
gerne fragen obwohl ich doch weiß, wie sinnlos das wäre.
Immer bist du durch das Leben gerannt, auf der Jagd nach Geld
und Ruhm. Zeit zum leben, hast du dir niemals genommen, nein
du hast das was man Leben nennt, nicht begreifen wollen.

Wie ich sie hasse, diese weißen sterilen Räume
in diesen kasernenartigen Bauten, die man Hospiz nennt.

Nun sitze ich an deinem Bett um deine welke Hand zu halten
und ich lese dir vor von Sonnenuntergängen die du nie bewundert,
von Gefühlen die wir Menschen Liebe nennen, von all jenen Dingen
für die du dir nie Zeit genommen. Deine Bemühungen zu reden treiben
mir Tränen in die Augen während ich deine sanft trockne.
Was würde ich dafür geben wenn ich nur ein wenig Zeit - Lebenszeit für
dich borgen könnte.

Wie ich sie hasse, diese weißen sterilen Räume
In diesen kasernenartigen Bauten, die man Hospiz nennt.

Wie gerne hätte ich dir alles gesagt was ich mich nie getraut denn
gewichen ist die Angst welche mir jahrelang die Kehle abschnürte.
Gewichen wie der Ausdruck in deinem Gesicht welcher rechthaberisch,
höhnisch und zynisch Gespräche im Keim erstickte.
Wie hilflos du aussiehst und ängstlich. Das warten auf den letzten Atemzug
ist unerträglich – von dir heiß ersehnt, gefürchtet von mir.

Wie ich mich hasse, dass ich diese Verschwendung zugelassen habe.
Eine ganze Lebenszeit geht ungenutzt dem Ende entgegen.

Ein tiefer Seufzer reißt mich aus meinen Gedanken.
Ich schließe dir die Augen und öffne das Fenster um deine Seele fliegen zu lassen mit
den Worten: “Wir sehen uns in einem anderen Leben!“

Urheberrecht Celine Rosenkind