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Die Brennnessel
Es ist noch gar nicht lange her da säte ich in meinem Garten, Blumen bunt wie Lichtermeer konnt`s blühen kaum erwarten.
Neugierig ging am Tag ich oft zu diesem Fleckchen Erde, hab jedes mal dabei gehofft, dass meine Saat aufgehen werde.
Mit Pflänzchen bald schon übersät Beweis , dass es was werde, hab sie gegossen und gepflegt, gedüngt den Boden der sie nährte.
Mitten drin in dieser Pracht wuchs stolz und unbemerkt, im Schutz der Sonne und der Nacht ein wildes Etwas ungestört.
Ich sah die Brennnessel zu spät, die meine Ordnung störte, der Wind hatte sie wohl gesät ihr Stolz mich arg betörte.
Hab sie nur aus Versehen berührt was schmerzvoll ich bereute, sie hat sich ehrenvoll gewehrt mir weh zu tun sie nicht scheute.
Wütend und zornig beschloss ich spontan, ihr nun den gar aus zu machen, stolz und unschuldig sah sie mich an, erinnerte mich an manche Sachen.
Ich musste an all die Menschen denken denen ungewollt auch ich tat weh, mir weiter ihre Freundschaft schenkten, die niemals zornig sagten: “Geh!“
In diesem Moment habe ich begriffen, was wahre Freundschaft wirklich ist, nie um Verzeihung betteln müssen, auch wenn man mal die Regeln vergisst.
Nun sah ich die Nessel mit anderen Augen hab ihr das Brennen längst verziehn, weil auch solche Pflanzen etwas taugen eigene Fehler durch die “Blume“ zu sehn!
Urheberrecht Celine Rosenkind
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